Frisch verliebt zu sein ist zweifellos eines der schönsten Gefühle überhaupt. Es fühlt sich an wie ein echter Rausch. Dein Gehirn schüttet Unmengen an Glückshormonen aus und plötzlich scheint die ganze Welt ein perfekter Ort zu sein. Vor allem aber wirkt dein neuer Freund in dieser Zeit völlig makellos. Genau das bezeichnen wir oft damit, dass jemand blind vor Liebe ist. Tatsächlich steckt dahinter viel mehr als nur eine alte Redewendung. Es ist ein echtes biochemisches Phänomen.
Der absolute Hormonrausch
Wenn es dich voll erwischt hat, steuert dein Gehirn deine Emotionen auf eine ganz besondere Weise. Diese geballte Energie verteilt sich bis in die letzte Zelle deines Körpers. Schlechte Erinnerungen oder miese Gefühle werden dabei völlig automatisch in den Hintergrund gedrängt. Du projizierst unbewusst unzählige großartige Eigenschaften auf deinen neuen Partner. In deinen Augen ist er auf einmal der witzigste, schlauste und attraktivste Junge der Welt.
Warnsignale werden einfach weggelächelt
Das Problem an dieser rosaroten Brille ist jedoch offensichtlich. Sie lässt dich völlig blind für Dinge werden, die eigentlich absolute Red Flags sein sollten. Kommt er ständig zu spät? Meldet er sich tagelang nicht bei dir? Verstrickt er sich in kleine Lügen? In dieser ersten extremen Phase der Verliebtheit sucht dein Gehirn sofort nach passenden Ausreden für sein Verhalten. Alle negativen Aspekte werden irgendwie schöngeredet, damit dein perfektes Traumbild bloß keine Risse bekommt.
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Das Gefühl von Unbesiegbarkeit
Dieser krasse Hormoncocktail hat aber nicht nur direkte Auswirkungen auf dein Liebesleben. Die Verliebtheit verändert deinen ganzen Alltag. Studien aus der Sozialpsychologie zeigen, dass dieses Hochgefühl dafür sorgt, dass wir uns unglaublich sicher und fast schon unbesiegbar fühlen. Verliebte Jungs sind im Alltag oft viel kreativer, lassen sich seltener stressen und gehen mutiger durchs Leben. Die ständige Euphorie gibt dir das Gefühl, jedes Hindernis locker überwinden zu können.
Der Aufprall in der Realität
Wie bei jedem Rausch gibt es aber auch in der Liebe irgendwann ein Erwachen. Meistens verfliegt ein großer Teil dieser extremen Glückshormone nach ungefähr sechs Monaten. Erst dann nimmst du die rosarote Brille langsam ab und bekommst wieder einen klaren Blick auf die Realität. Plötzlich werden die Fehler und die etwas nervigen Eigenarten deines Partners deutlich sichtbar und die automatischen Ausreden deines Gehirns funktionieren nicht mehr.
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Genau an diesem Punkt entscheidet sich dann, ob aus der wilden anfänglichen Euphorie eine echte und ehrliche Beziehung wird. Denn wahre Liebe bedeutet am Ende genau das: Deinen Freund auch dann noch von ganzem Herzen toll zu finden, wenn der perfekte Filter in deinem Kopf längst verschwunden ist.




