Der Spartacus Index erstellt sein Ranking der weltweiten Reiseziele anhand verschiedener strenger Kriterien. Dazu gehören Bürgerrechte, Schutz vor Diskriminierung und die potenzielle Gefahr durch Verfolgung oder Anfeindungen auf der Straße.
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Im Jahr 2026 steht Island unangefochten auf Platz eins der LGBT-freundlichsten Reiseländer. Das nordische Land glänzt durch seine umfassenden Gleichstellungsgesetze und eine extrem hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Dicht dahinter teilen sich zwei sonnige Urlaubsfavoriten den zweiten Platz: Malta und Spanien bieten queeren Urlaubern weiterhin fantastische Bedingungen und viel Sicherheit.
Deutschland in der Spitzengruppe
Deutschland hält sich auch in diesem Jahr in der weltweiten Top-Liga und belegt gemeinsam mit Belgien, Kanada und Portugal einen hervorragenden vierten Platz.
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Ein genauer Blick auf den Index zeigt jedoch auch eine interessante Entwicklung bei anderen Dauerfavoriten. Länder wie Dänemark und Australien haben 2026 leichte Punktabzüge in der Kategorie "Lokale Feindseligkeit" erhalten. Dort sind zwar die Gesetze nicht schlechter geworden, aber Umfragen zeigen, dass die Stimmung auf der Straße und die öffentliche Unterstützung etwas abgekühlt sind. Ein wichtiges Signal, dass Gesetze auf dem Papier nicht immer das widerspiegeln, was man nachts um eins auf dem Nachhauseweg erlebt.
Die großen Aufsteiger des Jahres
Richtig bergauf ging es 2026 für Polen. Das Nachbarland machte den größten Sprung im gesamten Index und kletterte um stolze 59 Plätze nach oben auf Rang 59. Grund dafür sind ein spürbarer Rückgang der staatlichen Feindseligkeit und ein verbesserter Schutz von Trans-Personen. Auch Nepal konnte sich durch bessere Identifikationsrechte deutlich verbessern und erreichte Platz 32.
Die Verlierer im Ranking
Das absolute Schlusslicht bilden leider auch 2026 wieder jene Länder, in denen Homosexualität strengstens kriminalisiert wird oder sogar die Todesstrafe droht. Zu den gefährlichsten Reisezielen für die LGBT-Community zählen Afghanistan, die russische Teilrepublik Tschetschenien, Saudi-Arabien, der Iran und der Jemen. Auch im Irak, im Südsudan und in Turkmenistan hat sich die Sicherheitslage durch zunehmende staatliche Repressionen weiter drastisch verschlechtert.
Hier ein Auszug des Reise-Rankings 2026 für LGBT:
- Platz 1: Island
- Platz 2: Malta
- Platz 2: Spanien
- Platz 4: Belgien
- Platz 4: Deutschland
- Platz 4: Kanada
- Platz 4: Portugal
- Platz 8: Neuseeland
- Platz 8: Norwegen
- Platz 8: Schweiz
- ...
- Platz 32: Nepal
- ...
- Platz 59: Polen
- ...
- Platz 213: Irak
- Platz 214: Turkmenistan
- Platz 215: Südsudan
- Platz 216: Jemen
- Platz 217: Iran
- Platz 218: Saudi-Arabien
- Platz 219: Tschetschenien (RUS)
- Platz 220: Afghanistan




