Panik im Bett und nichts geht mehr
Stell dir vor, du liegst gerade mit einem richtig heißen Typen im Bett und ihr seid mitten im Geschehen. Ben gibt in genau so einer Situation gerade wirklich alles. Seit über zehn quälenden Minuten versucht er, seinen Penis irgendwie steif zu bekommen. Er reibt, wechselt verzweifelt die Hand und probiert hektisch eine andere Stellung aus. Aber es bringt absolut nichts. Eine halbe Latte ist das absolute Maximum, was sein Körper in diesem Moment hergibt. Dabei fragt er sich die ganze Zeit panisch, was eigentlich mit ihm los ist. Der Typ neben ihm sieht mega gut aus, hat einen perfekt trainierten Körper und Ben hat eigentlich extrem Bock auf ihn. Trotzdem herrscht untenrum totale Funkstille. Ben schämt sich einfach nur noch in Grund und Boden und würde am liebsten direkt im Erdboden versinken. So wie Ben geht es unfassbar vielen Jungs, auch wenn natürlich niemand in unserer Generation gerne öffentlich darüber redet.
Du bist mit dem Problem absolut nicht alleine
Wenn man mitten im Sex steckt und der Penis einfach nicht mitmacht, ist das ein extrem frustrierendes Gefühl. Man denkt in der Sekunde sofort, dass man der Einzige auf der ganzen Welt mit diesem Problem ist. Viele glauben auch immer noch, dass Erektionsstörungen nur alte Männer ab fünfzig treffen, bei denen der Körper langsam abbaut. Aber das ist kompletter Quatsch. Auch in unserem Alter passiert das viel öfter, als du vielleicht denkst. Experten und Ärzte schätzen, dass jeder zehnte Typ, der damit zu kämpfen hat, jünger als 27 Jahre alt ist. Bei uns jungen Kerlen ist das aber fast nie ein echtes körperliches Problem. Meistens ist es einfach der eigene Kopf, der in diesem Moment total blockiert und uns einen fetten Strich durch die Rechnung macht.
Leistungsdruck und fiese psychische Blockaden
Damit untenrum alles reibungslos läuft, musst du dich beim Sex komplett fallen lassen können. Echtes Vertrauen zum Partner und ein gutes Gefühl für den eigenen Körper sind dafür extrem wichtig. Stress in der Schule, Ärger in der Ausbildung, fiese Selbstzweifel oder einfach die krasse Aufregung vor dem ersten Mal mit einem neuen Typen sind absolute Killer für jede Erektion. Besonders wenn der andere Junge schon viel mehr Erfahrung hat, setzt man sich selbst völlig unbewusst krass unter Druck. Ein anonymer User aus der Community hat dieses Problem absolut treffend beschrieben. Er schreibt, dass er nur noch einen Ständer bekommt, wenn er sich zu hundert Prozent sicher und geborgen fühlt. Wenn er alleine in seinem Zimmer wichst, klappt alles fehlerfrei. Da bekommt er locker mehrmals am Tag eine richtig harte Latte. Aber sobald ein anderer Junge neben ihm liegt, geht absolut gar nichts mehr. Da können sich beide noch so sehr anstrengen. Obwohl ihn das innerlich mega stresst und traurig macht, traut er sich nicht zum Arzt. Er denkt, er sei mit Mitte zwanzig viel zu jung dafür und schämt sich extrem für sein Problem, weil er Angst hat, ausgelacht zu werden.
Falscher Stolz und ziemlich dumme Ausreden
Genau solche tiefen Ängste kennen wir nur zu gut aus unserem Alltag. Gerade in der queeren Szene, in der extrem viel und offen über Sex geredet wird, kratzt so ein unerwarteter Hänger extrem am eigenen Ego. Das verletzt den Stolz und sorgt leider dafür, dass viele Jungs ihr Problem komplett verdrängen wollen. Anstatt ehrlich zu sich selbst und dem Partner zu sein, suchen sie die Schuld dann oft einfach beim Date. Nach einem misslungenen Hookup kommen dann richtig billige Ausreden. Dann heißt es auf einmal, der Typ habe irgendwie komisch gerochen, sich seltsam bewegt oder merkwürdige Geräusche gemacht. Hauptsache, man muss sich selbst und den Freunden nicht eingestehen, dass der eigene Schwanz gerade einfach gestreikt hat.

Der clevere Weg aus der fiesen Blockade
Auch in festen Beziehungen schieben Typen das Thema oft wochenlang vor sich her. Sie haben panische Angst, mit ihrem eigenen festen Freund über diese Schwäche zu reden. Dabei ist genau diese ehrliche Offenheit der allererste und absolut wichtigste Schritt, um den krassen Druck endlich rauszunehmen. Der zweite und wichtigste Schritt ist der Gang zum Urologen. Diese Ärzte kennen solche psychischen Blockaden bei Jugendlichen richtig gut und lachen dich garantiert niemals aus, weil das für sie absoluter Alltag ist. Ein entspanntes und klärendes Gespräch in der Praxis bewirkt da oft schon wahre Wunder. Manchmal verschreiben Ärzte auch für eine kurze Zeit leichte Potenzmittel. Besonders bei der extremen Aufregung in einer ganz frischen Beziehung helfen diese Pillen extrem gut gegen den klassischen Premierenhänger. Sie sorgen einfach dafür, dass du wieder echte Erfolgserlebnisse beim Sex hast. Das nimmt den Leistungsdruck komplett weg und löst die Blockade im Kopf meistens dauerhaft. Es gibt also null Gründe, ein ewiges Geheimnis daraus zu machen. Je schneller man Hilfe sucht, desto schneller macht der Sex auch wieder Spaß.
Gefährliche Entscheidungen beim Sex
Wenn Jungs dauerhaft Probleme mit der Erektion haben und sich keine Hilfe holen, ändern sie oft stillheimlich ihr Verhalten beim Sex. Aktuelle Untersuchungen zeigen da ein paar sehr typische Reaktionen, die echt problematisch werden können. Viele wechseln zum Beispiel einfach dauerhaft von der aktiven Top Rolle in die passive Bottom Rolle, weil man da eben nicht zwingend die ganze Zeit knüppelhart sein muss. Andere versuchen verzweifelt, sich durch krasse Fetische künstlich aufzugeilen, um den sexuellen Reiz extrem zu erhöhen. Richtig gefährlich wird die Sache aber an einem ganz anderen Punkt. Manche Jungs lassen beim Sex plötzlich absichtlich das Kondom weg, weil sie reine Panik davor haben, dass die Erektion beim Überziehen sofort wieder verschwindet. Das ist eine absolut dumme und riskante Idee. Damit riskieren sie nämlich nicht nur ihre eigene Gesundheit, sondern setzen auch ihren Sexpartner der extremen Gefahr aus, sich mit HIV, Syphilis oder anderen fiesen Geschlechtskrankheiten anzustecken.
