Es ist schon krass, was manche Menschen über uns queere Jungs denken. Man hört immer wieder wilde Behauptungen. Schwule seien keine richtigen Männer, sie hätten rund um die Uhr Sex und seien an allem Übel der Gesellschaft schuld. Das ist natürlich absoluter Blödsinn! Trotzdem halten sich diese Urteile extrem hartnäckig in den Köpfen vieler Leute. Damit du dich selbst genau so akzeptieren kannst, wie du bist, müssen wir diese alten Schubladen endlich ausmisten.
Was Vorurteile eigentlich mit uns machen
Was genau ist eigentlich ein Vorurteil? Das Wort sagt es schon ganz passend. Es ist ein Urteil, das man vorab fällt, meistens ohne wirklich darüber nachzudenken oder die Person überhaupt zu kennen. Wenn jemand einen schwulen Jungen sieht und direkt denkt, der habe bestimmt ständig wechselnde Partner, dann ist das ein typisches Vorurteil.
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Solche festgefahrenen Bilder im Kopf sind wie unsichtbare Mauern. Sie engen uns extrem ein und machen für viele Jungs ein Coming out fast undenkbar, weil sie Angst haben, genau in diese Schubladen gesteckt zu werden. Lass uns also gemeinsam schauen, was an den bekanntesten Mythen wirklich dran ist.
Mythos: Schwule sind keine richtigen Männer
Gegenfrage: Was macht einen echten Mann überhaupt aus? Muss man dafür zwingend jedes Wochenende Fußball schauen, literweise Bier trinken und über aufgemotzte Autos reden? Wir können dich beruhigen. Es gibt unzählige Schwule, die riesige Fußballfans sind, selbst im Verein kicken oder als Automechaniker arbeiten. Männlichkeit hat absolut nichts mit deiner sexuellen Orientierung zu tun.
Mythos: Man sieht Schwulen sofort an, dass sie auf Jungs stehen
Sicherlich gibt es Jungs in der Community, die sich gerne schminken oder eher weichere Gesichtszüge haben. Aber von diesen Personen direkt auf alle anderen zu schließen, ist einfach falsch. Es gibt schließlich auch sehr viele heterosexuelle Männer, die sich nicht dem klassischen Klischee entsprechend verhalten. Dass Schwule immer eine extrem hohe Stimme haben oder direkt am Aussehen erkennbar sind, ist ein absoluter Mythos.

Mythos: Schwule sind eine Gefahr für Kinder
Dieses Gerücht ist nicht nur völlig falsch, sondern auch extrem verletzend. Kriminalstatistiken zeigen ganz klar, dass die allermeisten Übergriffe von heterosexuellen Tätern ausgehen. Niemand käme deshalb auf die absurde Idee, alle Heteros als Gefahr abzustempeln. Hier wird oft aus purem Hass von schrecklichen Einzelfällen auf eine ganze Gruppe geschlossen. Lass dir solchen Unsinn also niemals einreden.
Mythos: Homosexualität ist total unnatürlich
Dass Schwulsein absolut natürlich ist, beweist uns die Tierwelt jeden Tag aufs Neue. Bei fast allen Tierarten wurde homosexuelles Verhalten bereits wissenschaftlich nachgewiesen. Ein berühmtes Beispiel sind Pinguine oder Störche in verschiedenen Zoos, die jahrelang als gleichgeschlechtliches Paar zusammenleben und sogar verlassene Eier gemeinsam ausbrüten. Die Natur liebt ganz einfach die Vielfalt.
Mythos: Schwule haben als Kind immer mit Puppen gespielt
Klar, das stimmt bei manchen Jungs. Aber Puppen und Plüschtiere stehen bei fast allen Kindern hoch im Kurs. Viele heterosexuelle Männer haben früher mit Puppen gespielt und umgekehrt gibt es extrem viele schwule Typen, die als Kind nur mit Baggern und Fußbällen durch den Dreck gerutscht sind.
Mach dir die Welt bunt
Du merkst sicher selbst, diese Liste könnte man endlos weiterführen. Wenn man genauer hinsieht, platzen all diese Klischees wie Seifenblasen. Sie versuchen, unsere Welt einfach nur in schwarz und weiß einzuteilen. In Wahrheit ist das Leben aber unfassbar bunt. Wenn du das für dich selbst akzeptierst, wird vieles deutlich leichter und dein Weg zu einem entspannten und selbstbewussten Coming out ist plötzlich gar nicht mehr so steinig.
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