Tapetenwechsel: Der Reiz des unbekannten Ortes

Sex kann extrem abwechslungsreich sein. Doch obwohl es unzählige Möglichkeiten gibt, zieht es die meisten von uns am Ende doch immer wieder zurück ins vertraute Bett. Aber das muss nicht sein.

Redaktion

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Tapetenwechsel: Der Reiz des unbekannten Ortes - Coverbild

© depositphotos/ wtamas

Klar, das Bett ist für Sex einfach sehr naheliegend. Es ist warm, weich und kuschelig. Wenn man nach dem Orgasmus erschöpft in die Kissen sinkt und noch ein wenig schmust, braucht man meist gar nicht mehr viel, um rundum zufrieden zu sein. Das reicht völlig aus, um ein erfülltes Sexualleben zu haben.

Aber warum nicht einfach mal etwas Neues ausprobieren? Den Reiz von Sex am Strand, auf der Waschmaschine oder im Auto kennen viele aus Filmen oder Fantasien. Das Geheimnis dahinter: Intimität an einem ungewohnten Platz wirkt sofort spannend und abenteuerlich. Sex an Orten, die nicht primär dafür gedacht sind, hat zudem oft den Hauch des Verbotenen. Allein der Gedanke, dass man theoretisch erwischt werden könnte, reizt viele Pärchen dazu, an den unmöglichsten Stellen loszulegen.

Wir geben dir ein paar Tipps und Hinweise, was man wo machen kann und worauf du dabei unbedingt achten solltest.

Die eigene Wohnung neu entdecken

"Raus aus den Federn" heißt die Devise, wenn du die ungeahnten Möglichkeiten deiner eigenen vier Wände erforschen möchtest. Noch recht gewöhnlich erscheint vielleicht der Sex auf dem Sofa oder auf dem flauschigen Wohnzimmerteppich. Dennoch treiben es die meisten im Alltag eher selten dort.

Dabei kann man gerade im Sitzen sehr erotische Stellungen ausprobieren. Wenn du dich zum Beispiel auf deinen Freund setzt und selbst das Tempo bestimmst, kannst du sowohl seine als auch deine eigene Lust perfekt steuern. Auf dem Teppich hingegen wird es meist angenehmer, wenn der passive Part nicht liegt, sondern kniet. Ein wichtiger Tipp: Legt immer ein Handtuch oder eine Decke drunter, damit es keine unschönen Flecken auf den Möbeln gibt.

Was gibt es in deiner Wohnung noch zu entdecken? Wie wäre es mit der Küche? Mit den Händen am Küchentisch abgestützt kann man schnell einen intensiven Quickie im Stehen einschieben. Sehr reizvoll ist auch der Schreibtisch oder der große Spiegel im Flur, um sich beim Sex selbst beobachten zu können. Wer den warmen Dachboden mit einer dicken Decke erobern will, findet genauso viele Möglichkeiten wie jemand, der im Hochsommer in die Kühle des Kellers flüchtet. Und morgens in der Sonne auf dem Balkon intim zu werden, hat einen ganz eigenen, unbestreitbaren Reiz.

Feuchtfröhliche Abwechslung

Wenn unter der Dusche die Seife schäumt und das warme Wasser an euren Körpern herunterperlt, entsteht eine tolle Atmosphäre. Du kannst den Körper deines Partners fantastisch massieren, ihn erregen und einfach genießen, dass er das Gleiche mit dir macht. Das Ganze lässt sich in allen Variationen bis zum Höhepunkt treiben. Aber Vorsicht: Achtet bei all dem Schaum darauf, dass nichts in die Augen gerät, und passt extrem gut auf, wo ihr hintretet. In der Dusche kann man wahnsinnig schnell ausrutschen.


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Die Dusche kennt ihr schon in- und auswendig? Wenn ihr an einem sehr ruhigen Tag im Schwimmbad seid, lockt vielleicht der Whirlpool. Der große Vorteil im Vergleich zum Sex in der Meeresbrandung: Es gibt keine lästigen Sandkörner, die an Stellen reiben, wo sie definitiv nicht hingehören.

Beengt, klein, aber fein

Im Schwimmbad bieten sich oft auch die Umkleidekabinen für eine schnelle Nummer zwischendurch an. Das sollte allerdings wirklich diskret ablaufen. Das halbe Bad zusammenzustöhnen, ist absolut nicht empfehlenswert und bringt euch nur unnötigen Ärger ein. Das Gleiche gilt für Umkleidekabinen in Bekleidungsgeschäften. So etwas ist sehr öffentlich und führt bei Entdeckung garantiert zum Rausschmiss.

Wenn ihr abends in der Stadt unterwegs seid, bietet sich schon eher die Toilette einer Bar oder eines Cafés an. Die Herausforderung dabei: Ist der Laden sehr leer, fällt euer gemeinsames Verschwinden sofort auf. Ist er extrem voll, seid ihr nie wirklich ungestört. Solltet ihr in Gay-Szenelokalen einen Darkroom aufsuchen, müsst ihr euch bewusst sein, dass man dort selten wirklich alleine ist. Das ist also eher etwas für Jungs, die kein Problem damit haben, dass andere eventuell zuschauen.

Auch mit dem Auto könnt ihr einiges erleben. Sei es auf einem abgelegenen Parkplatz, in einer ruhigen Seitengasse oder auf einem Feldweg. Das Auto bietet mit der Rückbank, dem umgeklappten Kofferraum oder der Motorhaube eine ganze Reihe spannender Möglichkeiten.

Outdoor-Sex: Wochenende und Sonnenschein

Wenn ihr bereits mit dem Fahrrad unterwegs seid oder eine kleine Wandertour macht, bietet sich Sex an der frischen Luft geradezu an. In der freien Natur kommen Wind und Wetter ins Spiel, es duftet nach Wald und Wiese, was auf viele sehr romantisch wirkt. Ob bei strahlendem Sonnenschein auf einer Lichtung oder in der Dämmerung an einem Seeufer.


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Hierbei gilt jedoch: Zecken, Brennnesseln, spitze Steine oder ein matschiger Boden nach Regentagen können den Spaß schnell verderben. Schaut euch den Ort also vorher gut an.

Wichtige Regeln für euer Abenteuer

Damit dem Sex an neuen Orten nichts im Wege steht, solltet ihr ein paar grundlegende Dinge beachten:

  • Das rechtliche Risiko: An allen öffentlichen Plätzen (auch im Wald oder im geparkten Auto) kann man sich wegen "Erregung öffentlichen Ärgernisses" eine Anzeige einfangen, wenn man erwischt wird und sich jemand massiv gestört fühlt. Respektiert immer die Grenzen anderer Menschen. Wer unbedingt auf dem Drehkarussell am Spielplatz rummachen möchte, sollte das spät in der Nacht tun und nicht tagsüber.
  • Gut vorbereitet sein: Wenn ihr den Outdoor-Sex vorher plant, packt einen kleinen Rucksack. Denkt an ausreichend Kondome, wasserbasiertes Gleitmittel (Silikongleitgel hinterlässt auf Kleidung oft Flecken), ein kleines Handtuch, Taschentücher und etwas zu trinken.
  • Cruising-Areas: Solltet ihr einen Ort aufsuchen, an dem sich auch andere Schwule oder Bisexuelle anonym zum Sex treffen (sogenannte Cruising-Klappen oder Waldstücke), seid euch bewusst, dass ihr dort zwar weniger rechtlichen Ärger bekommt, aber oft von anderen angesprochen werdet. Klärt vorher als Paar, ob das für euch in Ordnung ist oder ob ihr strikt unter euch bleiben wollt.

Sprecht ganz offen darüber, welche Orte euch reizen und wo eure persönlichen Grenzen liegen. Kommunikation ist auch beim Sex außerhalb des Schlafzimmers der Schlüssel zu einer richtig guten Zeit.

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