Bald startet der No Nut November: Warum der Verzicht deiner Psyche schadet

Im November flutet die No Nut November Challenge wieder das komplette Internet. Dabei predigen Gruppen den absoluten Verzicht auf Selbstbefriedigung. Eine Studie zeigt nun aber, dass dieser Trend extrem gefährlich für deine mentale Gesundheit sein kann und in den Foren sogar queerfeindlicher Hass verbreitet wird.

Redaktion

2 Min Lesezeit

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Bald startet der No Nut November: Warum der Verzicht deiner Psyche schadet - Coverbild

© justboys.net via Canva

Der Oktober neigt sich dem Ende zu und das bedeutet im Internet meistens nur eins: Der No Nut November steht vor der Tür. In ein paar Wochen wimmelt es auf TikTok und Insta wieder von Memes und Foren, die Jungs dazu auffordern, einen ganzen Monat lang komplett aufs Masturbieren zu verzichten. Die Anhänger nennen sich selbst Fapstronauten und glauben fest daran, dass dieser Verzicht sie mental quasi neu startet. Angeblich soll das die sexuelle Leistungsfähigkeit, das Selbstvertrauen und die Konzentration extrem steigern und eine mögliche Pornosucht heilen.

Aber ist das wirklich eine gute Idee?

Mehr Stress statt Superkräfte

Wissenschaftler haben dieses Phänomen nun in einer großen Studie genauer untersucht und kamen zu einem erschreckenden Ergebnis. Anstatt sich nach ein paar Tagen besser zu fühlen, litten die extrem engagierten Mitglieder in solchen Abstinenz Foren deutlich häufiger unter Angstzuständen, Depressionen und sogar Erektionsproblemen. Die erzwungene Abstinenz sorgt nämlich paradoxerweise für massiven inneren Druck.


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Wer den strengen Regeln im November nicht standhält und doch masturbiert, erlebt oft einen totalen Absturz. Die Gruppen reden den Jungs dann nämlich ein, sie hätten absolut keine Willenskraft oder seien tief gesunken. Die Folge ist fatal. Fast dreißig Prozent der Befragten gaben an, sich nach einem solchen sogenannten Rückfall extrem verzweifelt oder sogar selbstmordgefährdet gefühlt zu haben.

Toxisches Umfeld und Hass im Netz

Ein weiteres massives Problem dieser Plattformen ist die extrem toxische Stimmung. Gerade für uns queere Jungs sind diese Foren ein absolut gefährlicher Ort. Die Studie deckte auf, dass fast dreiundvierzig Prozent der Nutzer dort extrem homophobe und queerfeindliche Inhalte gelesen haben. Auch Frauenfeindlichkeit, extremes Mobbing und Antisemitismus gehören in diesen Communities traurigerweise fast schon zum Alltag.

Lass dir nichts einreden

Die Studienautorin Nicole Prause rät daher dringend davon ab, bei der No Nut November Challenge mitzumachen oder sich in solchen Foren Hilfe zu suchen, falls man sich Sorgen um den eigenen Pornokonsum macht. Es ist viel sinnvoller und gesünder, sich um die echten Ursachen wie Schulstress, Einsamkeit oder tieferliegende Ängste zu kümmern.


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Masturbieren ist nämlich etwas völlig Normales, hilft super beim Stressabbau und ist für den Körper absolut gesund. Lass dir also im kommenden Monat von radikalen Gruppen im Netz auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden, sondern hör lieber auf deinen eigenen Körper.

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