Liebe macht blind: Das Geheimnis hinter der rosaroten Brille

Frisch verliebt zu sein ist das wohl schönste Gefühl der Welt. Aber macht Liebe eigentlich wirklich blind? Wir verraten dir, warum dein Gehirn am Anfang einer Beziehung die Fehler deines neuen Freundes einfach komplett ausblendet und wann dich die Realität unweigerlich wieder einholt.

Redaktion

2 Min Lesezeit

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Liebe macht blind: Das Geheimnis hinter der rosaroten Brille - Coverbild

© by Renate Vanaga on Unsplash

Jeder, der schon einmal so richtig verknallt war, kennt diesen absoluten Ausnahmezustand. Es fühlt sich an wie ein durchgehender Rausch. Die alte Redewendung, dass man vor Liebe regelrecht blind wird, kommt nicht von ungefähr und besitzt einen sehr wahren Kern. Du verlierst zwar nicht im wörtlichen Sinne dein Augenlicht, aber die unzähligen Glückshormone in deinem Körper verändern deine Wahrnehmung enorm. Dein Gehirn steuert diese extremen Emotionen so, dass sich die Energie bis in die letzte Synapse verteilt. Schlechte Erinnerungen und negative Gefühle werden dabei völlig automatisch in den tiefsten Hintergrund gedrängt.

Warum dein neuer Freund plötzlich absolut perfekt wirkt

Durch dieses rauschhafte Glücksgefühl passiert psychologisch etwas sehr Spannendes. Dein Gehirn überträgt sämtliche positiven Eigenschaften, die du an Menschen schätzt, direkt auf deinen neuen Partner. Plötzlich ist er der witzigste, attraktivste und intelligenteste Typ der Welt. Das führt ganz automatisch dazu, dass offensichtliche Schwächen oder fehlerhafte Charakterzüge deines Freundes für eine gewisse Zeit absolut keine Rolle mehr spielen.

Gefährliche Ausreden für echte Warnsignale

Diese berühmte rosarote Brille ist sogar so stark, dass sie selbst bei eindeutigen Warnsignalen funktioniert. Eigentlich wärst du total enttäuscht, wenn jemand ständig unzuverlässig ist oder dich sogar anlügt. Wenn du aber blind vor Liebe bist, sucht dein Gehirn sofort nach passenden Ausreden für genau dieses Verhalten. Weil du deinen neuen Schwarm als unfassbar perfekt wahrnimmst, werden selbst extrem negative Aspekte plötzlich in ein positives Licht gerückt und von dir entschuldigt.

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Du fühlst dich stark und völlig unbesiegbar

Das krasse Gefühl der Verliebtheit wirkt sich nicht nur auf die Sicht auf deinen Partner aus, sondern verändert deinen kompletten restlichen Alltag. Laut dem Sozialpsychologen Manfred Hassebrauck stellt sich im Kopf ein Gefühl von absoluter Sicherheit und Unbesiegbarkeit ein. Verliebte Jungs sind oft viel kreativer, lassen sich durch nichts so schnell aus der Ruhe bringen und sind deutlich risikobereiter. Du schwebst bildlich gesprochen auf Wolke sieben und fühlst dich, als könnte dir auf der Welt absolut niemand etwas anhaben.

Der unvermeidbare Fall in die Realität

Dieser hormonelle Ausnahmezustand hält allerdings nicht ewig an. Nach ungefähr sechs Monaten verfliegt ein großer Teil dieser intensiven Glückshormone wieder. Die rosarote Brille verschwindet langsam und dein Kopf bekommt wieder einen völlig klaren Blick. Genau dann stellt sich der echte Beziehungsalltag ein und die Fehler deines Partners werden nicht mehr durch die Euphorie überschattet. Ab diesem Moment entscheidet sich, ob du deinen Freund mit all seinen Macken wirklich wertschätzt und aus der anfänglichen Verliebtheit eine echte und ehrliche Liebe wird.

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