Busch oder kahl: Wozu haben wir eigentlich Schamhaare?

Menschen sind die einzigen Säugetiere mit rauen Schamhaaren. Aber welchen Zweck erfüllen die Haare da unten überhaupt? Wir schauen uns an, was sich die Natur dabei gedacht hat und ob man sie heutzutage lieber rasieren oder wachsen lassen sollte.

Redaktion

2 Min Lesezeit

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Bild © dreamstime / vchalup2 102154974

Menschen waren nicht immer so haarlos wie heute. Erst nach der letzten Eiszeit vor rund 70.000 bis 120.000 Jahren haben wir die meisten unserer Körperhaare verloren. Davor hatten wir am ganzen Körper ein ziemlich dickes Fell.


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Übrig geblieben sind vor allem die Haare auf dem Kopf, im Gesicht, an den Beinen, der Brust, unter den Achseln und eben im Intimbereich. Tatsächlich sind wir Menschen die einzigen Säugetiere, die so lange und raue Schamhaare haben. Aber wieso eigentlich?

Das Signal für körperliche Reife

Körperhaare zu entfernen hat eine lange Tradition, aber es gab auch immer wieder Zeiten, in denen ein ordentlicher Busch total im Trend lag. Die Natur hat sich bei der Behaarung nämlich durchaus etwas gedacht. Einige Forscher glauben, dass Schamhaare ein optisches Signal sind. Da sich diese Behaarung erst in der Pubertät entwickelt, zeigt sie potenziellen Partnern ganz unbewusst, dass man körperlich reif ist.

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Lockstoffe und Pheromone

Eine andere Theorie dreht sich komplett um den Geruch. Schamhaare sollen Pheromone, also natürliche körpereigene Duftstoffe, besser festhalten. Das soll dabei helfen, genau die Partner anzulocken, die ein anderes Immunsystem haben als man selbst. Unser Gehirn checkt diese Lockstoffe ab und entscheidet dann unbewusst, ob wir jemanden sprichwörtlich gut riechen können. Bei all dem Deo, Duschgel und Parfum, das wir heutzutage benutzen, spielen diese natürlichen Pheromone im Alltag aber wohl kaum noch eine große Rolle.

Rasieren, trimmen oder wachsen lassen?

Heute ist die Körperbehaarung viel mehr eine reine Geschmacksfrage. Umfragen zeigen, dass die große Mehrheit der jungen Männer ihre Schamhaare regelmäßig ganz oder zumindest teilweise entfernt. Das Problem an der ganzen Sache: Fast alle, die sich untenrum rasieren, kennen das nervige Jucken danach. Rasierpickel, Rötungen oder eingewachsene Haare sind nach einer Intimrasur total normal, aber eben auch ziemlich lästig.


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Wer keine Lust auf den Juckreiz hat, kann auf Alternativen wie Enthaarungscreme umsteigen oder die Haare einfach nur mit einem elektrischen Trimmer kürzen. Am Ende gilt sowieso die allerwichtigste Regel: Es ist dein Körper. Du ganz allein entscheidest, wie du dich am wohlsten fühlst. Egal ob komplett glatt, gestutzt oder ganz natürlich.

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